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Tauchen mit Kindern

 

Ein heiß diskutiertes Thema. Zu Anfang des Gerätetauchens war die Sache klar, das ist nur etwas für harte Jungs. Tauchanzüge für Damen gab’s nicht, basta. Das hat sich drastisch geändert. Auch das Einstiegsalter wurde auf Grund gesellschaftlicher Einflüsse immer mehr nach unten gesenkt. Tauchen beginnt heute nach internationaler Ansicht ohne besondere Auflagen mit 14. Von 6 bis 14 spricht man vom Kindertauchen. Eine obere Altersgrenze ist nicht definiert. Leni Riefenstahl hat mit 71 Jahren tauchen gelernt.

Tauchen ist kein Fahrradfahren, sondern eine  gefahrengeneigte Tätigkeit. Mit der Zunahme des Gerätetauchens von Kindern steigt – wen wundert‘s – auch die Unfallhäufigkeit. Besondere Umsicht ist also angebracht. Kinder erkunden die Welt mit höherer Risikobereitschaft als Erwachsene.

Es gibt genügend Beispiele, dass Kinder gefahrlos das Tauchen erlernt haben. Die Kinder eines Tauchlehrers oder der Nachwuchs begeisterter selbst tauchender Eltern mögen solche Beispiele sein. Verallgemeinern sollte man das nicht. Es gibt auch ein No-Go. Mal eben schnell den Nachwuchs bei der Tauchbasis abgeben, das ist keine gute Idee. Im Fall des Falles will keiner die Verantwortung übernehmen.

Wir wissen immer noch viel zu wenig über die Einflüsse des Tauchens auf den kindlichen Körper, das gilt für die stickstoffgebundenen Vorgänge ebenso wie für die orthopädischen Folgen. Eine jährliche Tauchtauglichkeitsuntersuchung ist zwingend.

Und noch etwas. Die Ausrüstung muss der Körpergröße und der Kraft ganz besonders gut angepasst sein. Eine lange Karriere im Kindertauchen kann deshalb ins Geld gehen, eine kurze aber auch.


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